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Die Geliebte - am Rande der Gesellschaft?
Sie treibt einen Keil zwischen liebende Eheleute. Sie stellt
das ungetrübte Familienglück in Frage und raubt letztlich
unschuldigen Kindern den Vater. Die andere Frau richtet ein
erlaubtes Gefühl - die Liebe - auf eine tabuisierte Rolle:
den gebundenen Mann. Sie ist eine Egozentrikerin, eine Frau
ohne Skrupel und bar jeden Gewissens. Offenbar setzt sie sich
hemmungslos über alle sittlichen und moralischen Ansprüche
hinweg. In einem System, das zwar inzwischen auch eheähnliche
Verbindungen duldet, aber monogame Beziehungen, möglichst
mit einem Ehering am Finger, propagiert, wird die (heimliche)
Geliebte als unheimliche Bedrohung erlebt.
Aber sind Frauen, die verheiratete Männer lieben, wirklich
diese Hexen, zu denen sie vielerorts gerne moralisierend hochstilisiert
werden? Ist das Feindbild der Geliebten wirklich begründet?
Wie auch immer sich eine "verbotene Liebe" rechtfertigen
lässt, gehören nicht immer zwei Menschen dazu? Und
dringt die "Andere" tatsächlich in gesunde, intakte
Ehen ein? Kann sie das überhaupt, eine stabile Beziehung
in ihren Grundmauern zu erschüttern, wenn sie es denn so
wollte? Oder hatte die bewusste Ehe vielmehr bis dato deshalb
perfekt funktioniert, weil der Riss / die Defizite in der Partnerschaft
bereitwillig oder stillschweigend "übersehen"
wurden?
Wie auch immer, es besteht kein Zweifel, dass Dreiecksbeziehungen
heute in einem erheblich größeren Ausmaß entstehen
als dies zu früheren Zeiten der Fall war. Laut Statistiken
werden in der westlichen Welt 35 bis 50% aller Männer und
Frauen im Laufe ihrer Ehejahre "untreu".
Hierbei ist das Los der Geliebten, gerade wenn es sich um eine
dauerhafte und heimliche Außenbeziehung handelt, in der
Regel alles andere als angenehm. Meist führt sie gezwungenermaßen
ein Doppelleben; hier selbstbewusster Single, da Nachtschattengewächs
und stets abrufbarer Engel für die Illusion einer trauten
Zweisamkeit.
Nicht selten gerät die Andere durch das Tabu, die Liebe
zu dem gebundenen Mann auch nach außen leben und Ansprüche
daraus ableiten zu dürfen, immer mehr in eine "selbstgewählte"
Isolation. Ein stetig anwachsender Leidensdruck ist dann die
Folge.
Ein Weg, Klarheit über die eigene Situation und Zugang
zu den eigenen Wünschen zu bekommen, ist das Gespräch.
Wenn das Tabu oder die Scham den Zugang zum Gespräch mit
Freunden oder Famillienangehörigen verstellen, dann ist
oftmals das Gepräch mit einer BeraterIn oder TherapeutIn
eine gute Alternative.
Wenn Sie hierzu noch Fragen haben oder einen
Termin in meiner Praxis in Frankfurt am Main
vereinbaren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt
auf.
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